Externe Unternehmenskommunikation, Corporate Identity und Social Web

Wie in meinem letzten Blogeintrag erklärt, habe ich mich zunächst damit beschäftig, den Begriff externe Unternehmenskommunikation einzuordnen, um schließlich verschiedene Kanäle der Online-Kommunikation identifizieren zu können. Um ganz geordnet vorzugehen, möchte ich zunächst den Begriff (externe) Unternehmenskommunikation genauer definieren, Zusammenhänge mit der Corporate Identity erklären und anschließend hin zu den verschiedenen Möglichkeiten in der externen Unternehmenskommunikation argumentieren.

Was ist (externe) Unternehmenskommunikation?

„Als Unternehmenskommunikation (corporate communications) wird der Teil der Unternehmensführung bezeichnet, der mithilfe des Wahrnehmungsmanagements die Reputation (Ruf) prägt.“ (Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Unternehmenskommunikation)
Ziel bei der Unternehmenskommunikation ist es, die Wahrnehmung des Unternehmens durch die jeweiligen Anspruchsgruppen (z.B. Mitarbeiter, Kunden, Umweltgruppen etc.) zu steuern. Dabei sollen Vertrauen und Glaubwürdigkeit gegenüber des Unternehmens aufgebaut und gehalten werden sowie „wahrnehmungs- (informative, edukative, emotionale), handlungs- (z.B. Weiteremfehlungsbereitschaft, Kaufneigung, Mitarbeiter-motivation) und zielgruppenbezogene (z.B. Führungskräftezustimmung, Kundenzufriedenheit) Teilziele“ (Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, 2008) verfolgt werden. Dies erfordert die strategische Planung eines Kommunikations-prozesses. Trotz stets geplanter Kommunikation können jedoch unerwartet erfolgsrelevante Skandale (z.B. Krisenkommunikation, Kommunikationskrise, Shitstorm) auftreten (vgl. Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, 2008).
Wer nun Blut geleckt hat und mehr über Krisenkommunikation lernen möchte, den empfehle ich den wirklich ausführlichen Blog von Tanja.

Die Unternehmenskommunikation (UK) wird nach interner und externer Unternehmens-kommunikation unterschieden und richtet sich somit jeweils an unterschiedliche Zielgruppen. Während die interne Unternehmenskommunikation die Wahrnehmung der Mitarbeiter managet, richtet sich die externe Unternehmenskommunikation meist an Kunden, Lieferanten und die Öffentlichkeit im Allgemeinen. Oft wird in diesem Zusammenhang von strategischer Unternehmenskommunikation bzw. Public Relations (PR) gesprochen. Die externe UK hat allerdings gegenüber der internen UK neben dem Ziel, Glaubwürdigkeit und Vertrauen zu schaffen, auch noch weitere Aufgaben: Aufmerksamkeit erzeugen, Überzeugung schaffen, Bekanntheitsgrad und Akzeptanz des Unternehmens steigern (vgl. Klein, Schleuniger, & Wils, o. J., Für-Gründer.de).

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Reflexion: Gespräch mit Dozenten

Liebe Community,

wie in meinem ersten Post bereits angekündigt, wollte ich mich mit unserem Dozenten Herrn Kreuzberger noch genauer zum Thema meines E-Portfolios absprechen. Heute haben wir nun miteinander telefoniert. Ich bin froh, dass meine Gedanken geordnet und einige Irrtümer meinerseits geklärt werden konnten.

Einer meiner Fehler war, dass ich mich gleich auf Facebook als digitalen Kommunikationskanal von Startnext eingeschärft habe. Facebook ist jedoch nur ein möglicher Kanal zur externen Unternehmenskommunikation von Startnext. Thema des Seminars und somit unserer E-Portfolios ist, einen gesamten digitalen KommunikationsPROZESS zu verstehen. Das heißt, mit Startnext als Unternehmen habe ich mich dafür entschieden, deren externe Unternehmenskommunikation zu reflektieren. Externe Unternehmenskommunikation ist aber ein sehr breites Feld, worin z.B. Online Customer Relationship Management nur eine Form darstellt. Welche externen Kommunikationsprozesse gibt es noch? Nicht zu vergessen, dass es sich um einen DIGITALEN Kommunikationsprozess handeln soll, weshalb Soziale Medien schon eine wichtige Rolle spielen.

Startnext tritt zwar als Dienstanbieter zwischen Geldsuchenden und Geldgebern auf. Für mein Fallbeispiel bedeutet das aber, dass es nicht um die Kommunikation zwischen Weiterlesen

Crowdfunding

Damit mein Fallbeispiel später etwas transparenter wird und ihr verstehen könnt, was Startnext eigentlich macht, möchte ich mich zunächst einmal ganz allgemein dem Thema Crowdfunding zuwenden und euch über die Planung einer Crowdfunding-Kampagne sowie über Theorie, Historie und Praxis informieren.

Kreative und innovative Ideen gibt es sprichwörtlich wie Sand am Meer. Oft scheitert die Umsetzung jedoch an mangelnder Finanzierung. Staatliche Förderungen sind zudem mit hohem bürokratischem Aufwand verbunden und Subventionen können am tatsächlichen gesellschaftlichen Bedürfnis vorbei zielen.
Crowdfunding, zu Deutsch „Schwarmfinanzierung“, hingegen ist eine Möglichkeit der Kapitalbeschaffung, bei der viele Einzelpersonen („crowd“) in ein Projekt, eine Idee oder ein Unternehmen mit vielen kleinen Geldbeträgen investieren, um es bei dessen Verwirklichung zu unterstützen (vgl. Belleflamme, Lambert, & Schwienbacher, 2010, S. 5). Crowdfunding ist ein Teilbegriff des Crowdsourcings. 2006 wird der Begriff Crowdsourcing von Jeff Howe zum ersten Mal erklärt: „Hobbyists, part-timers, and dabblers suddenly have a market for their efforts, as smart companies in industries as disparate as pharmaceuticals and television discover ways to tap the latent talent of the crowd. The labor isn’t always free, but it costs a lot less than paying traditional employees. It’s not outsourcing; it’s crowdsourcing (Howe, 2006, wired).“ Anstatt sich einen hohen Kredit bei der Bank oder von Privatinvestoren zu beschaffen, hilft Crowdfunding den Projektinitiatoren, Geld aus der Internet-Community zu sammeln, indem jede Person einen beliebigen Betrag zur Verfügung stellt. So wird der Geldgeber emotional am Projekt beteiligt. Auch der Projektinitiator erhält dadurch weit mehr als nur finanzielle Unterstützung. Er erfährt auch einen Vertrauensvorschuss für seine Idee und den Beweis Weiterlesen

Digitale Kommunikation und E-Portfolio – Eine Erklärung

Also mal ehrlich: Was mit digitalter Kommunikation gemeint ist, könnte man sich im 21. Jahrhundert schon vorstellen. Bei dem Begriff E-Portfolio kann ich mir denken, dass da einige ins Grübeln geraten. Auch ich konnte mir zu Anfang nur wenig darunter vorstellen. Aus diesem Grund und um ganz beim Urschleim anzufangen, habe ich ein wenig recherchiert und möchte diese beiden Begriffe nun genauer erläutern.

Kommunikation und digitale Kommunikation

Das Wort „Kommunikation“ lässt sich auf seinen lateinischen Grundstamm „communicatio“ (=Mitteilung) sowie „communis“ (=gemeinsam) zurückführen. Das Wort „communicare“ bedeutet soviel wie „gemeinsam teilen“ oder „gemeinsam mitteilen“ (vgl. Grimm, 2005, S. 1). Unter Kommunikation kann somit das gemeinsame Mitteilen von Informationen verstanden werden. Etwas weiter gedacht, kann man sich also zwei oder mehrere Personen, die sich untereinander Informationen austauschen, vorstellen. Weiterlesen