Fallbeispiel: Startnext – die Crowdfunding-Plattform für Kreative und Startups

Uff! Nach all der Theorie, den Definitionen und Erklärungen möchte ich euch nun nicht länger auf die Folter spannen. Ab jetzt wird es praktischer. Trotz Pfingsten und des traumhaft schönen Wetters saß ich vor dem Laptop an meinem Blog. Und nun darf ich vorstellen (*Trommelwirbel*), mein Fallbeispiel Startnext.

Zuvor: Warum eigentlich Startnext als Fallbeispiel?

Im Rahmen meiner Bachelorarbeit beschäftige ich mich mit dem Thema Crowdfunding für soziale Projekte. Startnext ist dabei eine von drei Plattformen, dessen soziale Projekte ich genauer analysiere. Da ich mich natürlich mit Startnext bereits genauer auseinandergesetzt habe und mich der Zusammenhang Internetunternehmen und trotzdem Verwendung von sozialen Netzwerken interessiert, habe ich Startnext als Fallbeispiel für meinen Blog gewählt. Ich denke, es ist mal etwas anderes, als schon wieder einen großen Konzern zu betrachten und vielleicht komme ich ja zu der ein oder anderen anderen Erkenntnis als meine DigiKomm-Blogger-Vorgänger.

Startnext – die Crowdfunding-Plattform für Kreative und Startups

Abb. Startseite der Startnext-Webseite (Quelle: eigener Screenshot vom 31.05.2013

Abb. 1: Startseite der Startnext-Webseite (Quelle: eigener Screenshot vom 31.05.2013

Startnext Crowdfunding ist eine haftungsbeschränkte Unternehmensgesellschaft mit Sitz in Dresden. Mitlerweile hat Startnext auch ein Büro in Berlin. Was macht Startnext denn genau? Startnext führt eine Internetplattform, auf der mithilfe von Crowdfunding Projekte und Ideen verschiedenster Kategorien unterstützt werden können. Crowdfunding ist eine Methode der Projektfinanzierung, bei der eine Vielzahl an unbekannten oder auch bekannten Personen („Crowd“) in ein Projekt finanziell investiert und somit an der Realisierung des Projekts beteilig ist. Eine ausführliche Erklärung findet ihr in meinem Blogeintrag Crowdfunding. Über Crowdfunding-Plattformen können Existenzgründer, Kreative, Künstler, Start-ups und Selbstständige Kapital aus einer Internet-Community sammmeln und je nach Finanzierungsmethode erhalten die Unterstützer eine Gegenleistung für ihre Investition. Dabei gibt es Plattformen, die sich auf bestimmte Projektvorhaben spezialisiert haben. Beispielsweise gibt es spezielle Existenzgründungs-Plattformen oder solche, auf denen ausschließlich Projekte für Umweltschutz, Soziales oder Musik eingestellt werden können. Startnext ist eine generalisierende Crowdfunding-Plattform, die viele verschiedene Projektkategorien vereint. Hauptsächlich vermittelt sie Weiterlesen

Crowdfunding

Damit mein Fallbeispiel später etwas transparenter wird und ihr verstehen könnt, was Startnext eigentlich macht, möchte ich mich zunächst einmal ganz allgemein dem Thema Crowdfunding zuwenden und euch über die Planung einer Crowdfunding-Kampagne sowie über Theorie, Historie und Praxis informieren.

Kreative und innovative Ideen gibt es sprichwörtlich wie Sand am Meer. Oft scheitert die Umsetzung jedoch an mangelnder Finanzierung. Staatliche Förderungen sind zudem mit hohem bürokratischem Aufwand verbunden und Subventionen können am tatsächlichen gesellschaftlichen Bedürfnis vorbei zielen.
Crowdfunding, zu Deutsch „Schwarmfinanzierung“, hingegen ist eine Möglichkeit der Kapitalbeschaffung, bei der viele Einzelpersonen („crowd“) in ein Projekt, eine Idee oder ein Unternehmen mit vielen kleinen Geldbeträgen investieren, um es bei dessen Verwirklichung zu unterstützen (vgl. Belleflamme, Lambert, & Schwienbacher, 2010, S. 5). Crowdfunding ist ein Teilbegriff des Crowdsourcings. 2006 wird der Begriff Crowdsourcing von Jeff Howe zum ersten Mal erklärt: „Hobbyists, part-timers, and dabblers suddenly have a market for their efforts, as smart companies in industries as disparate as pharmaceuticals and television discover ways to tap the latent talent of the crowd. The labor isn’t always free, but it costs a lot less than paying traditional employees. It’s not outsourcing; it’s crowdsourcing (Howe, 2006, wired).“ Anstatt sich einen hohen Kredit bei der Bank oder von Privatinvestoren zu beschaffen, hilft Crowdfunding den Projektinitiatoren, Geld aus der Internet-Community zu sammeln, indem jede Person einen beliebigen Betrag zur Verfügung stellt. So wird der Geldgeber emotional am Projekt beteiligt. Auch der Projektinitiator erhält dadurch weit mehr als nur finanzielle Unterstützung. Er erfährt auch einen Vertrauensvorschuss für seine Idee und den Beweis Weiterlesen